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Schlosspark Schloss Ambras Innsbruck

 
Beschreibung

Der Renaissancegarten Ferdinands II. war ungleich größer als heute, er reichte bis zum Ambraser See (= DEZ) und war das „Naherholungsgebiet“ des Landesfürsten.
Da Ambras nur unter EH Ferdinand II. und Philippine Welser eine fixe Residenz war, verfiel er auch rasch nach dem Tod der beiden. Er diente als Aufbewahrungsort für die Ambraser Kunstsammlungen, die man auch besichtigen konnte. Bald nach Ferdinands Tod wandelte man die aufwändigen Gärten in Nutzgärten um und nur die Infrastrukturen blieben erhalten.

Namenserklärung Keuche = Gefängnis, hat nichts mit „Kuchlgarten“ zu tun.

Er bestand aus mehreren Teilen: Lustgarten (= Keuchengarten), Wild-, Hasen und Fasanengarten, weiters gab es Teiche mit besonders gezüchteten Fischen, Belustigungen wie den umlaufenden Tisch, die Bacchusgrotte, Wasserspiele etc. Zudem gab es den Kräutergarten von Philippine im Zwingerbereich und dann, in Terrassen angelegt, den Abstieg zum See sowie den vorderen Teil, wo heute noch ein Teich ist.

Die früheste Beschreibung stammt aus dem Jahre 1574, die früheste Abbildung stammt von Matthäus Merian aus dem Jahre 1649.
Es folgte eine Umwandlung in einen Nutzgarten, da die nachfolgenden Landesfürsten ihr Geld lieber in die Oper steckten…

Im 19. Jahrhundert erfolgte die Umwandlung in einen engl. Landschaftspark unter EH Karl Ludwig (1832-1896) und die Erbauung eines Schwimmbeckens (1856), das heute der Teich im Keuchengarten ist. Aber er kam nicht mehr dazu, diese Veränderungen zu genießen, denn er wurde als Statthalter abberufen.
Er schuf großzügige Rampen, legte den Landschaftsgarten an und rettete das Schloss vor dem Verfall.

1997 gelang dann in Kooperation mit den Bundesgärten, der ÖGHG mit Gartenhistorikern und mit den Landschaftsarchitekten die Neuanlage des Keuchengartens. Basierend auf den Plänen von Hans Puechfeldner (ÖNB), wurde ein Zier- und Nutzgarten geschaffen, ein „Renaissance-Zitat“. Das nierenförmige Schwimmbecken Karl Ludwigs musste erhalten bleiben, sodass es nicht möglich war, mehrere Renaissance-Kompartimente zu gestalten. Stattdessen heben sich die beiden Gartenepochen, die für Ambras prägend waren, deutlich voneinander ab: der Renaissancegarten des 16. Jahrhunderts und das Schwimmbecken des 19. Jahrhunderts – Letzteres wurde von Enten in Besitz genommen…..

Beschreibung von Dr. Monika Frenzel

 
Öffnungszeiten
November geschlossen
 
Schloss Ambras
Schlossstraße 20
A 6020 Innsbruck
F: 0043 1 52524 4899http://https://www.schlossambras-innsbruck.atT: +43 1 525 / 24 48 02
Adressen